Der Zuschauer wird in eine scheinbare Welt eingeladen, die nur in Gedanken und Gefühlen eines einsamen und unterdrückten, im Herzen einer riesigen, kalten Stadt gefangenen Menschen existiert. Bilder und Töne, Figuren und Objekte, Menschen und Schatten begleiten das Publikum durch dieses vielseitige und überraschende Stück.
Ein gedemütigter Kleinbeamter versucht seine eigene Harmonie zu finden, um seine Träume und Gefühle ausleben zu können. Seine Umwelt jedoch stößt ihn immer mehr ab, da die von ihm geschaffene Realität von geordneten und geregelten Vorstellungen in der Gesellschaft abweicht. Es geht soweit, dass seine kleine Idylle zu einem vollkommen realitätsfernen Seelenzustand wird.
Dies führt unabdingbar zum Abgrund und zur Zerstörung seiner Persönlichkeit durch Arroganz der Gesellschaft, der alle Mittel recht sind um einen Individuum anzupassen.
Das Stück beschäftigt sich mit einigen Grundfragen menschlicher Existenz: Wer darf bestimmen, ob die innere Idylle eines harmlosen Menschen mit der der Allgemeinheit übereinstimmen muss? Und wie weit kann die Gesellschaft gehen, wenn sie von einem Einzelnen verlangt „normal“ zu sein?
Die Aufführung ist nonverbal: Die Atmosphäre wird durch ein Zusammenspiel von Tönen, Bildern, Bewegungen, Mimik, Gestik und anderen Aktionen geschaffen. Die literarische Grundlage bildet eine Erzählung von Nikolaj Gogol "Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen".